








Als allgemeine Maßnahmen der Vorbeugung durch Gesundheitsförderung anerkennt sind Hygiene, ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Ertüchtigung. In vielen Bereichen schwer durchzusetzen ist die Verminderung von Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum oder Übergewicht. Ein Zusatz von Iod zum Speisesalz dient zur Vorbeugung des Kropfes, einer krankhaften Vergrößerung der Schilddrüse. Einige Länder wie die Schweiz oder die USA haben hierzu eine Jodierung des Trinkwassers eingeführt. Neben anderen Vorsorgemaßnahmen in der Schwangerschaft kann die zusätzliche Folsäuregabe zur Verhinderung von Spaltfehlbildungen der Wirbelsäule (Neuralrohrdefekten) beim Kind beitragen. Klassisches Beispiel einer ausgesprochen effektiven Primärprophylaxe stellen die Impfungen dar. Eine Vitamin-D-Gabe ist im ersten Lebensjahr üblich und kann die Rachitis vermeiden. Vermeiden der Bauchlage und Maßnahmen zur Schlafumgebung von Säuglingen konnte die Häufigkeit des plötzlichen Kindstods dramatisch absenken. Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta ist allgemein als Kariesprophylaxe anerkannt. Safer Sex kann einer Infektion mit dem HI-Virus vorbeugen. Weitere gesellschaftspolitisch teilweise schwierig umzusetzende Präventionsprogramme stellen Geschwindigkeitsbegrenzungen zur Vermeidung von Verkehrsunfällen, die Gurtpflicht für Autofahrer und die Helmpflicht für Motorradfahrer und Helmbenutzung bei Radfahrern zur sekundären Prävention von Unfallverletzungen dar. Auch die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften gehören zu den anerkannten Präventionsmaßnahmen. Sonnenschutzmittel sollen nicht nur vor Sonnenbrand schützen, sonder auch die Rate an Hautkrebserkrankungen senken.

„Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.“